Gemeinderat Aktion 2026

15.02.2026

BESETZT – Die JUSO Stadt Zürich zeigt auf wie eine unkommerzielle und zugängliche Stadt für alle aussehen könnte.

Unbekannte Aktivist*innen haben in der Nacht auf Samstag, den 14.02., an verschiedensten Orten der Stadt diverse Transparente mit der Aufschrift «Besetzt» aufgehängt, verbunden mit einer Vision dessen, was die Stadt Zürich stattdessen benötigt.

ie Stadt Zürich ist geprägt von einer kapitalistischen Stadtplanung: Orte für Kultur, unkommerzielle Treffpunkte und Gemeinschaften stehen immer weiter unter Druck. Stattdessen entstehen Bürohäuser, Besetzungen werden zerstört, und Orte, an denen sich Menschen ohne Konsumzwang treffen können, werden kaum mitgedacht.
Aus diesem Grund haben unbekannte Aktivist*innen im Rahmen der Gemeinderatswahlen in der gesamten Stadt verschiedene Transparente mit der Aufschrift «Besetzt» aufgehängt, jeweils mit einer Vision, was alternativ an diesem Ort entstehen könnte.
Die JUSO Stadt Zürich fordert somit: mehr queere Treffpunkte und Zentren, Gemeinschaftsgärten statt Golfanlagen, Küchen für alle mit unkommerziellen Aufenthaltsmöglichkeiten sowie ein autonomes Jugendzentrum, das der Jugend gehört und von ihr gestaltet werden kann.
Ein Transparent wurde beim Golfplatz des Dolder Grand Hotels platziert – dieser steht exemplarisch für das reichste 1%, eine Sportart, die alles andere als zugänglich ist. Statt ein riesiges Feld für die Reichen zur Verfügung zu stellen, könnten an diesem Standort Gemeinschaftsgärten für die Menschen entstehen.
Parkplätze gibt es in dieser Stadt mehr als genug. Statt weitere Flächen dem stehenden Verkehr zu widmen, könnte im Parkhaus in Oerlikon Raum für ein queeres Zentrum oder ein autonomes Jugendzentrum entstehen.
Die JUSO Stadt Zürich ist der Ansicht: «Raum gibt es genug – entscheidend ist, ob wir ihn für die Menschen nutzen oder der Profitlogik überlassen.» Mit den Bildern macht sie darauf aufmerksam, welches Potenzial in der Stadt steckt und was es braucht, damit Zürich von den Menschen in den Quartieren lebendig gestaltet werden kann.
«Solidarische Gemeinschaften, die jenseits der Profitlogik entstehen, sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie schaffen Räume, in denen Menschen sich organisieren, einander unterstützen und ihre Stadt selbst mitgestalten können. Die Politik muss endlich den Menschen die Stadt Zürich zurückgeben – statt sie weiter Investor*innen und Renditeinteressen zu überlassen», sagt Daria Semenova, Co-Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.
Die JUSO Stadt Zürich fordert die linken Parteien sowie den Gemeinde- und Stadtrat dazu auf, endlich eine Politik zu betreiben, die klar macht, wem die Stadt Zürich gehört. «Die Stadt Zürich gehört den Menschen, die die Quartiere beleben, nicht dem Kommerz. Das muss in der Politik endlich klar gezeigt werden, statt eines Kuschelkurses, den der Stadtrat aktuell mit Investor*innen führt.» sagt Jan Suter, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich und Gemeinderatskandidat im Kreis 11.
Mit den Slogans «Theater auf die Strassen» und «Feuer ins Parlament» fordert die JUSO Stadt Zürich mehr Kulturräume, Treffpunkte und allgemein unkommerzielle Räume im öffentlichen Raum sowie mehr Veränderungswillen und Mut im Parlament, die Krisen unserer Stadt ernsthaft anzugehen.
Die JUSO Stadt Zürich fordert eine Stadt, die für die Menschen geplant wird, denn so gibt es Raum für Kreativität, Spiel und Spass. «All das macht eine lebendige Stadt aus», sagt Jan Suter.

Daria Semenova (Co-Präsidentin JUSO Stadt)

Jan Suter (Vorstandsmitglied)