Diskriminierung in der Stadtverwaltung und am Arbeitsplatz

04.09.2025

Die JUSO Stadt Zürich ist schockiert aber nicht überrascht über den Bericht über Sexismus in der Stadtverwaltung – mit einer Aktion machen unbekannte Aktivist*innen auf Diskriminierungen am Arbeitsplatz aufmerksam.

Der JUSO Stadt Zürich wurden Bilder und Aussagen von einer Aktion zugespielt, mit erlebten Diskriminierungserfahrungen von betroffenen am Arbeitsplatz, diese wurden von unbekannten Aktivist*innen in Form von Plakaten, insbesondere vor dem Gebäude der Stadtverwaltung aufgehängt.
Diskriminierung am Arbeitsplatz in Zürich, wie in der ganzen Schweiz, ist gang und gäbe. Per Arbeitsgesetz ist der*die Arbeitgeber*in dazu verpflichtet die persönliche Integrität der Arbeitnehmer*innen zu wahren und in diesem Sinne Massnahmen zu ihrem Schutz zu treffen. Aussagen, die der JUSO Stadt Zürich zugespielt wurden, nachdem diese einen Aufruf gemacht hatte, verdeutlichen sehr gut wie diese Schutzmassnahmen funktionieren.
“Mir wurde wegen meinem Kopftuch gekündigt.” Hat eine Person der JUSO Stadt Zürich geschrieben die anonym bleiben will. Die Frage hier ist doch, wo bleibt der Schutz? Ist eine Kündigung etwa eine Schutzmassnahme?
Über 50% der Personen die Diskriminierung erleben, berichten dass sie diese am Arbeitsplatz erleben. Oder wie eine städtische Untersuchung letztens aufgedeckt hat. Empfinden 41% der befragten Personen das Arbeitsklima in der Stadtverwaltung als “nicht offen”. Wo Kommentare wie diese fallen: “Kann nicht so schlimm sein - hast ja Schmerzmedikamente - nimm doch Hormone.”
Die meiste wache Zeit verbringen Menschen bei der Arbeit. Arbeit, welche einen wichtigen Teil im Leben ausmacht; sei das Arbeitskolleg*innen, Freude an der Arbeit oder eben der Fakt das Mensch das Geld braucht. Um so wichtiger also das die Arbeitnehmer*innen sich wohlfühlen an ihrem Arbeitsplatz.
Klingt doch selbstverständlich, profitiert nicht ein Unternehmen von zufriedenen Angestellten? Will ein Unternehmen nicht ein gutes Arbeitsklima, in welchem die Mitarbeiter*innen gerne zusammenarbeiten? Soll nicht eine Stadtverwaltung als positives Beispiel vorausgehen? Wie es scheint, ist die Stadtverwaltung jedoch zurzeit mehr damit beschäftigt der Arbeitswelt zu zeigen: “So weit könnt ihr gehen ohne das Konsequenzen folgen.” «Wir fordern die Stadt Zürich dazu auf, als öffentliche Verwaltung in einer Vorbildfunktion gegenüber den privaten Konzernen voranzuschreiten.», sagt Jan Suter, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich
“Es wird an der Zeit das Unternehmen ihre gesetzliche Pflicht wahrnehmen und einen Arbeitsplatz für alle nicht für wenige gestalten.” sagt Remo Perret Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich.
Da die Stadt Zürich nicht im Stande ist diese Problematiken anzugehen, haben unbekannte Aktivist*innen das Steuer selbst in die Hand genommen.
Zurzeit tauchen immer wieder Plakate im Stil städtischer Kampagnen auf, die mit Zitaten aus Diskriminierungserfahrungen Aufmerksamkeit generieren.

Jan Suter (Vorstandsmitglied)

Remo Perret (Vorstandsmitglied)