JUSO will Sechseläuten absagen

Heute Morgen beschloss die Zunftmeisterversammlung, die Gesellschaft
zu Fraumünster wiederholt nicht gleichberechtigt am Sechseläuten
teilnehmen zu lassen. Die JUSO Stadt Zürich kritisiert diesen Entscheid Tw der Zünfte scharf und fordert den Stadtrat in einem offenen Brief dazu auf, W das Sechseläuten abzusagen. Dazu erhält sie prominente Unterstützung E von Yvonne Feri.

Die JUSO hat bereits im Vorfeld der Zunftmeisterversammlung mit einer Aktion auf diese Diskriminierung aufmerksam gemacht. Auf der Rathausbrücke in Zürich haben sie eine Frauenpuppe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Damit wollten die Zürcher Jungsozialist/-innen das veraltete Frauenbild der Zünfte darstellen. (Bilder im Anhang)

„Wenn eine Tradition dazu führt, dass ein Teil der Bevölkerung ausgeschlossen wird, sollte man sie über Bord werfen. Alte Männervereine in denen frauenfeindliche Parolen geschwungen werden, gehören ins Mittelalter und nicht ins 21. Jahrhundert“, meint Oliver Heimgartner, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich.

Diese Ansicht hat eine prominente Unterstützerin: Yvonne Feri, Nationalrätin und Präsidentin der SP Frauen sieht es ähnlich: Sie findet, dass Traditionen überprüft werden sollten, ob diese nach wie vor in unsere Zeit passen. „Gerade die Zünfte hatten für diese Überprüfung ausreichend Zeit und die Chance verpasst, dem Bundesverfassungsgrundsatz der Gleichstellung Rechnung zu tragen. Wie viele Jahre brauchen die Männer noch um einzusehen, dass Frauen eine Bereicherung für ihre Aktivitäten sind?

„Militante Emanzen, historisch nicht erklärbar“– die Kommentare der Zünfter sind haarsträubend und zeigen, dass diese Zünfter das Patriarchat hochleben lassen, es geniessen und nicht ändern wollen. Es stellt sich hier die Frage, worauf die Frauen in ihren Augen reduziert werden sollen.“

Nun hat sich die Zunftmeisterversammlung wie erwartet gegen eine gleichberechtigte Beteiligung der Frauen ausgesprochen. Diese können nämlich nur teilnehmen, weil die Gesellschaft zur Constaffel sie als Gäste einlädt. „Dem heutigen Entscheid fehlt jegliche Progressivität und gesellschaftliche Offenheit“, findet Oliver Heimgartner. Die JUSO fordert darum den Stadtrat von Zürich in einem offenen Brief dazu auf, das Sechseläuten künftig nicht mehr zu bewilligen. „Wir haben die Zünfte davor gewarnt, dass wir die Diskriminierung von Frauen nicht weiter tolerieren werden. Der Stadtrat muss nun endlich Farbe bekennen und sich für eine durch und durch gleichberechtigte Gesellschaft einsetzten. Dazu gehört auch, dass das Sechseläuten erst wieder bewilligt werden soll, wenn jeder und jede gleichberechtigt teilnehmen darf.“ (Offener Brief im Anhang)
Yvonne Feri meint, dass der Stadtrat durchaus eine Auflage erteilen könnte, dass Frauen miteinbezogen werden. „Dies wäre ein fortschrittlicher, mutiger Entscheid, welcher als Zeichen für die Gleichstellung der Geschlechter stark wahrgenommen würde. Dieses Zeichen hätte schweizweit positive Auswirkungen für die Gleichstellung.“

„Die Zünfte sind historisch gesehen ständische Körperschaften aus Handwerkern, um gemeinsame Interessen zu vertreten. Heute sind es die Berufsverbände, welche diese Aufgaben übernehmen. Es käme wohl keinem Berufsverband in den Sinn, die Frauen auszuschliessen. Deshalb muss man sich heute wohl die Frage stellen, ob Zünfte überhaupt noch ihre Daseinsberechtigung haben, wenn sie a) von den Berufsverbänden abgelöst werden und b) die Frauen ausschiessen. Ich würde den Organisatoren des Sechseläute empfehlen, das ganze Konstrukt zu überprüfen und eine modernere, weltoffenere Veranstaltung ins Leben zu rufen. Die Traditionen sollen gelebt werden, aber mit Anpassungen an das 21. Jahrhundert“, findet Yvonne Feri, Nationalrätin und Präsidentin der SP Frauen.

Gegendemo am „Marsch für s’Läbe“

Am 20. September 2014 findet zum fünften Mal der Marsch für s’Läbe statt, an dem Christfundamentalisten gegen Abtreibung protestieren und diese lautstark als Mord bezeichnen. Gleichzeitig wehren sich die selben konservativen Kreise aber auch gegen Aufklärungsunterricht in der Schule. Artikel ansehen

JUSO Stadt Zürich fordert kostenlosen Aufenthalt in der ZAB

Heute stimmt der Gemeinderat über die Weiterführung der ZAB ab. Die JUSO Stadt Zürich ist dezidierter Meinung, dass die Kosten für den Aufenthalt in der ZAB nicht auf die Insassen überwälzt werden sollten.

Mit einer Teilkostenüberwälzung auf die Insassen bezahlen diese mehr als für eine Übernachtung in einem 5-Sterne Hotel und werden dadurch unnötigerweise für die Zwangseinweisung in der ZAB bestraft, die keiner tatsächlichen Straftat zugrunde liegt. Menschen, die mit einer Übernachtung in der ZAB schon genug bestraft werden, müssen mit einer Teilkostenüberwälzung noch eine horrende Rechnung begleichen, unabhängig von ihren finanziellen Verhältnissen. Diese Kosten haben allerdings keine präventive Wirkung, sondern schikanieren nur die Insassen. Dieses sogenannte Verursacherprinzip, das von den Bürgerlichen propagiert wird, ist unsolidarisch und untergräbt unsere Gesellschaft, die darauf fusst, dass sich Menschen, insbesondere in Notlagen, gegenseitig helfen. Die Polizei wird durch Steuern finanziert und erfüllt einen öffentlichen Auftrag. Das Solidaritätsprinzip, das z. B. im Gesundheitswesen gilt, muss auch hier zum Tragen kommen. Oliver Heimgartner, Mitglied des Vorstandes der JUSO Stadt Zürich findet: „Es ist bezeichnend, dass der Gemeinderat alles daran setzt, lieber zu bestrafen, als Präventionsarbeit zu leisten.“ Der Aufenthalt in der ZAB ist für die allermeisten unbezahlbar und kann, vor allem auch für junge Menschen, schnell zur Schuldenfalle werden. Diese Überwälzung der Kosten eines öffentlichen Auftrages auf Privatpersonen ist ein weiteres Beispiel der schädlichen Abbaupolitik. Wir setzen uns konsequent gegen den Abbau des Service Public ein, der für eine soziale Gesellschaft von äusserster Bedeutung ist. Die JUSO Stadt Zürich bedauert sehr, dass die Gemeinderatsfraktion der SP die Teilkostenüberwälzung unterstützt und somit gegen das Solidaritätsprinzip verstösst. Wir hoffen sehr, dass die SP sich wieder zum Service Public bekennt und die Ankündigung letzte Woche, bei den Krippenplätzen zu sparen, nicht eine neue Ära eingeläutet hat.

Sparwahn bei SP-Stadtrat Raphael Golta

Gestern wurde bekannt, dass Raphael Golta, ein Stadtrat der SP, vorhat, bei den Krippenplätzen 1.4 Millionen Franken einzusparen. Die JUSO Stadt Zürich ist dezidierter Meinung, dass Sparwahn auf Kosten des Service Public grundsätzlich falsch ist.

Die Kinderkrippen, welche das Volk in mehreren Volksabstimmungen unterstützte, sind für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft von äusserster Bedeutung, weil sie Kinder schnell in ein soziales Umfeld von Gleichaltrigen einbetten, den interkulturellen Austausch födern und vor allem weil es beiden Elternteilen ermöglicht berufstätig zu sein. Artikel ansehen

JUSO lanciert städtische Initiative

Die JUSO Stadt Zürich hat heute, Mittwoch 2. Juli, eine städtische Initiative lanciert mit dem Titel “Für ein weltoffenes Zürich – Kulturaustausch statt Fremdenfeindlichkeit!“ Mit dieser Initiative will die JUSO Stadt Zürich zu einer linken Migrationspolitik anregen und ein Zeichen gegen die von der SVP dominierten, rassistischen Sündenbockpolitik setzen.

Der 9. Februar hat gezeigt, dass die SVP vor nichts zurückschreckt und Ängste in der Bevölkerung schürt, um sie gegen die ausländische Wohnbevölkerung aufzuwiegeln und die Schweiz in die Isolation zu führen. Artikel ansehen

Mindestlohnaktion JUSO Stadt Zürich und Unia Jugend

Heute morgen hat die Juso Stadt Zürich zusammen mit der Unia Jugend ein Transparent am Zürcher HB aufgehängt. Wir engagieren uns für einen Mindestlohn von 4000 Franken.

In der Schweiz leben 333‘000 Menschen mit einem Lohn von weniger als 4000 Franken. 2/3 davon sind Frauen. 1/3 davon hat eine abgeschlossene Berufsausbildung. 4000 Franken sind aber nötig, um ein würdiges Leben zu führen, um eine Familie zu ernähren. Paul Maetschke, Präsident Unia Jugend Schweiz sagt: „Es ist eine Schande, dass in der reichen Schweiz Menschen mit einem Lohn von unter 4000 Franken leben müssen.“ Rebecca Djuric, Vorstand der Juso Stadt Zürich ist empört: „Ich weiss selbst, wie es ist, in einem Beruf zu arbeiten, der schlechter bezahlt ist. Als Fachfrau Betreuung setze ich mich täglich für die Zukunft unserer Kinder ein und werde dafür von der Gesellschaft miserabel entlöhnt.“ Darum am 18. Mai ein JA zum Mindestlohn!

Hafenkran soll stehen bleiben!

Angesichts des durchschlagenden Erfolgs des Hafenkrans fordert die JUSO Stadt Zürich die Stadt Zürich dazu auf, das Kunstprojekt auf unbestimmte Zeit hin zu verlängern. Die JUSO lanciert eine Petition, welche fordert, dass der Hafenkran stehen bleiben soll.

Kunst muss provozieren. Kunst soll provozieren. Der Hafenkran erfüllt genau diese Aufgabe: Um diesen alten, rostigen Kran herum ist eine der kontroversesten Diskussionen über Sinn und Unsinn der Kultur per se entstanden, welche die Stadt Zürich in den letzten Jahren gesehen hat. Der Hafenkran durchbricht die Bünzligkeit der Stadt Zürich, er verleiht Zürich ein mondänes und urbanes Flair. Der Hafenkran ist dazu prädestiniert, ein neues Wahrzeichen der Stadt Zürich zu werden und aus diesem Grund soll er auch stehen bleiben.

Lewin Lempert, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich, findet: “Der Hafenkran soll das neue Wahrzeichen der Stadt Zürich werden. Einst wurde der Eiffelturm in Paris unter ähnlichen Bedingungen erstellt: Viele waren dagegen und der Turm war ebenfalls nur als temporäres Objekt geplant. Heutzutage ist er der Inbegriff von Paris. So soll es auch dem Hafenkran ergehen.“

Nikolai Schaffner, ebenfalls Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich, ist der Meinung, dass die SVP einen zynischen Stellvertreterkrieg führt: „Die Bürgerlichen versuchen aus dem Hafenkran eine finanzielle Frage zu machen, um ihre schädliche Abbaupolitik zu rechtfertigen. Gleichzeitig behaupten sie ohne Grundlage, dass “das Volk“ dieses Projekt ablehne. Die JUSO widerspricht vehement und fordert mit dieser Petition Klarheit.“