«Züri gäge WEF» trägt Proteste von Davos nach Zürich

Das Bündnis der Jungparteien bestehend aus Jungsozialist*innen und Jungen Grünen Zürich hat gestern Abend, 22. Januar, unter dem Namen «Züri gäge WEF» gegen das World Economic Forum (WEF) demonstriert. An der bewilligten Demonstration nahmen knapp 1500 Personen teil.

Nach der Kundgebung der JUSO Schweiz in Davos und der Winterwanderung von Landquart nach Davos unter dem Motto «Strike WEF» haben sich gestern Abend knapp 1500 Menschen zu einer bewilligten Demonstration gegen das WEF in Zürich zusammengefunden. Der Demonstrationszug zog vom Helvetiaplatz über die Haltestelle Stauffacher, die Kasernenstrasse und die Langstrasse zum Helvetiaplatz zurück.

Begleitet wurde die Demonstration von Parolen wie «Brecht die Macht der Banken und Konzerne» oder «System change not climate change». Laut dem Bündnis «Züri gäge WEF» haben die diesjährigen Proteste gezeigt, dass die Menschen genug haben vom WEF. Die Elite in Davos betreibe eine Politik auf Kosten unserer Umwelt. Das Bündnis stört sich an der fehlenden demokratischen Legitimation des Elite-Treffens in Davos. «Dass eine kleine reiche Elite von Politiker*innen und Unternehmen über unsere Zukunft entscheidet, ist stossend», meint Nathan Donno, Co-Präsident der JUSO Stadt Zürich. Auch am diesjährigen WEF habe man gesehen, dass die Veranstaltung mehr eine mediale Inszenierung ist, als dass nach Lösungen gesucht wird, um reale Probleme zu lösen. «Trump hat in Davos eine Wahlkampfrede gehalten und dabei nicht ein Wort über die Klimakrise verloren. Das zeigt bereits, dass die Elite nicht verstanden hat, wie dringend die Probleme unserer Welt sind» so Simon Caluori, Vorstand der Junge Grünen Zürich. Laut des Bündnisses stünde das WEF für ein System, das in einer endlichen Welt auf unendlichem Wachstum aufbaue. Zudem trage die Wirtschaftspolitik der WEF-Konzerne zur globalen Ungleichheit bei.

Das Bündnis «Züri gäge WEF» hatte sich im Vorfeld der Demonstration auf einen Aktionskonsens geeinigt, welcher Gewalt und Sachbeschädigung ablehnt. Die Jungen Grünen und die Jungsozialist*innen distanzieren sich ausdrücklich von den Ausschreitungen und bedauern diese sehr. Das Bündnis verurteilt jegliche Form von Gewalt gegen Personen. «Wir finden es schade, dass die inhaltliche Kritik am WEF und der momentanen Politik von solchen Aktionen überschattet werden», so Anna Luna Frauchiger, Co-Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

Kontakt:
Nathan Donno, Co-Präsident JUSO Stadt Zürich, 079 376 28 73
Anna Luna Frauchiger, Co-Präsidentin JUSO Stadt Zürich, 079 842 15 33
Simon Caluori, Vorstand Junge Grüne Zürich, 077 404 35 91

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