Unkonventionelles JUSO-Flyern gegen Asyllotterie

Aktivist*innen der JUSO Stadt Zürich haben heute, Montag, 29. April, verschiedene Flyer den 20 Minuten Zeitungen beigelegt. Damit protestiert die JUSO gegen die aktuelle Migrationspolitik, welche einer Asyllotterie gleiche. 

Wer heute Morgen die 20 Minuten aufschlug, fand darin einen von drei Flyern der JUSO. Die drei Flyer waren mit unterschiedlichen Asylentscheiden bedruckt. Wenn man Glück hatte, hatte man eine Zeitung mit dem Asylentscheid F oder N in der Hand. Wenn nicht, dann hatte man einen Flyer mit einem negativen Asylentscheid gezogen, was mit einer Ausschaffung verbunden wäre. Dies widerspiegelt laut der JUSO die Entscheide des Bundesamtes für Migration (BFM), welches bei der Aufnahme von Flüchtlingen eine Asyllotterie betreibe. „Wir wollten den Menschen durch die Aktion zu verstehen geben, dass in der Schweiz durch pures Glück entschieden wird, ob man ausgeschafft wird oder bleiben darf“, meint Lara Can, Co-Präsidentin JUSO Stadt Zürich.

Laut der JUSO werden bei Befragungen durch das Bundesamt für Migration Traumata von Flüchtlingen oder vergangene Ereignisse als erfunden gewertet. Dies sei inakzeptabel. Zudem wisse man in vielen Fällen nicht, was den Menschen nach der Ausschaffung in ihrem Heimatland drohe, schaffe sie dennoch aus. „Der Bund nimmt durch Ausschaffungen von Flüchtlingen in Kauf, dass Menschen in ihren Heimatländern verfolgt oder ermordet werden“, meint Nathan Donno, Co-Präsident. „Wir fordern, dass die Schweiz allen geflüchteten Menschen eine unbefristete Aufenthaltsbewilligung gewährt.“

Weitere Auskünfte:

Lara Can, Co-Präsidentin, 079 912 32 73

Nathan Donno, Co-Präsident, 079 376 28 73

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