Bild: Thomas Egli

„Linker“ Statthalter Kläntschi in bürgerlicher Manier

Gestern Dienstag hat Statthalter Mathis Kläntschi von den Grünen eine Verfügung zum Umgang mit dem Koch-Areal veröffentlicht. Darin kritisiert er das mangelnde Vorgehen des Stadtrats gegen das Koch und stellt das Areal als Gefährdung für den Frieden in der Stadt dar. Die JUSO Stadt Zürich findet dies absolut unhaltbar und solidarisiert sich klar mit den BesetzerInnen des Koch-Areals.

In der gestern veröffentlichten Verfügung des Grünen Statthalters Mathis Kläntschi wird über die Situation im Zürcher Koch-Areal berichtet. Dabei stellt Kläntschi die Besetzung in Zürich Albisrieden als rechtsfreien Raum und als Gefährdung für die Stadtzürcher Bevölkerung dar. Dass dies völlig übertrieben ist scheint klar, zumal er sich oft auf die Lärmklagen von vergangenem Herbst beruft, welche alle von denselben Einzelpersonen ausgegangen waren.
„Die Forderungen und die gesamte Verfügung Kläntschis zeugen von einer Ignoranz und Missgunst, die sonst eigentlich bei den Bürgerlichen anzutreffen sind. Diese schiessen schon seit Monaten völlig ungerechtfertig gegen das Koch-Areal. Der Stadtrat darf dieser Verfügung auf keinen Fall Folge leisten“, findet Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

Das Koch-Areal ist einer der letzten unkommerziellen Freiräume in der Stadt Zürich. Mit seinem Ruf nach polizeilicher Intervention und der Wiederherstellung des „rechtlichen Zustands“ verkennt Kläntschi die realen Probleme der Stadt, wie fehlender Wohnraum und Aufwertung, und leitet die Ressentiments der Bevölkerung auf billigste Weise auf die Besetzung im Koch-Areal. Das ist für die JUSO Stadt Zürich unterste Schublade und hat keinen Platz im linken Zürich.
„Mathis Kläntschi übernimmt die hetzerische Rhetorik der Bürgerlichen 1:1. Das ist ein Affront gegenüber all jenen, die Kläntschi als Grünen in dieses Amt gewählt und nun einen Bürgerlichen an der Backe haben. Das Koch muss bleiben, die Linke muss Widerstand leisten gegen diese Verfügung, auf allen Ebenen“ so Moira Pinkus weiter.

Kommentare sind geschlossen.