50’000 Flüchtlinge aufnehmen!

Hier bestimmst du die nächste JUSO-Initiative: Zum Online-Voting

21388883281_3a7bbe848f_o Bild von «ekvidi» von Flickr

Zürich ist die wohl ländlichste Grosstadt Europas. Auf grosszügigen knapp 100 Quadratkilometern bietet sie nicht mal 400’000 Einwohner ein Zuhause. Nicht nur ist die grösste Stadt der Schweiz sehr spärlich besiedelt, sie ist auch eine der reichsten Städte der Welt. Hier in Zürich gibt es selten Gedränge, selten überfüllte Strassen und auch selten Armut.

In unserem Online-Voting geben wir der Öffentlichkeit die Möglichkeit auszuwählen, welches unsere nächste Volksinitiative in der Stadt Zürich sein wird. Eine dieser Möglichkeiten wäre die Aufnahme von 50’000 Flüchtenden in der Stadt Zürich. Zürich, die grösste und multikulturellste Stadt der Schweiz, ist gut in der Lage 50’000 weiteren Menschen ein Zuhause zu bieten.

Das Bruttoinlandprodukt pro Person im Kanton Zürich ist, laut BfS, das zweithöchste der ganzen Schweiz. Geld gibts also reichlich. Bebaubare Flächen, Häuser, die nur der Beherbergung von Hedgefonds und Privatbanken dienen und gar komplett leerstehende Häuser gibt es zuhauf. Auch wirtschaftlich gesehen ist die Aufnahme von Flüchtlingen sinnvoll. Krieg macht alle Bevölkerungsschichten zu Flüchtenden, auch die Fachkräfte, die der Schweiz so dringend fehlen. Welchen Unterschied würden also 50 Tausend weitere zukünftige Zürcher machen?

Flüchtlinge würden die Stadt auch kulturell bereichern und für ein lebendigeres Zürich sorgen. Seit jeher sorgen Migranten dafür, dass das kulturelle Leben in der Stadt so lebhaft und spannend ist wie es heute ist. Von Theater über Restaurants bis zu Kulturzentren, die Aufnahme von Flüchtenden wird sich belebend auswirken und Gentrifizierung abdämpfen.

Dies ist nicht um zu sagen dass es ein Kinderspiel wird 50’000 Flüchtende in Zürich unterzubringen. Im Gegenteil, viele Investitionen werden gemacht werden müssen. Neue Wohnungen müssen gebaut werden, neue Arbeitsplätze geschaffen werden und weitgehende Integrations- und Kulturaustauschprogramme lanciert werden. Doch dies müssen wir aus rein menschlichen Gründen tun. Die Verzweiflung und der Tod der diese Menschen zum tückischen Weg über das Mittelmeer zu uns verleitet hat, ist wohl unbeschreiblich. Wir dürfen diesem Elend nicht tatenlos zuschauen! Wenn wir etwas tun können um diesen Menschen zu helfen, ist es unsere moralische Pflicht dies auch zu tun!

– von Cyril Hafen, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Zürich

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