Vielfalt statt Aufwertung – Solidarität mit DIROK!

Aufwertung und Verdrängung sind heute wieder so aktuell wie schon lange nicht mehr. Gerade im Kreis 5 sind die Konsequenzen davon für die Bewohnerinnen und Bewohner schmerzlich spürbar: stetig steigende Mieten, immenser Druck und schlussendlich das erzwungene Wegziehen. Letzte Woche ist der türkische Lebensmittelladen DIROK am Limmatplatz Opfer der Profitmacherei geworden. Er darf künftig keine Lebensmittel mehr verkaufen, da laut der Immobilienverwalterin Wincasa das Bedürfnis nach Lebensmitteln bereits durch den nahen Migros und Denner gedeckt sei. Wie DIROK jedoch unter diesen Auflagen überleben soll, ist milde gesagt unklar. Aber es ist wohl auch gar nicht die Idee, dass er überlebt. Bei dieser ganzen Aktion geht es nämlich um viel mehr: Wincasa will den Kreis 5 aufwerten, teurer machen, weniger türkisch, mehr Denner. Dass die Lebensqualität der BewohnerInnen und die Vielfalt im urbanen Kreis 5 darunter leiden, ist dabei nicht von grossem Interesse. Vielmehr wird wieder denen geholfen, die eh schon gut dastehen. Dass sich Migros und Denner ersthaft von DIROK bedroht fühlen sollen, ist ja wohl ein Witz. Ein sehr schlechter jedoch für die EigentümerInnen und MitarbeiterInnen des kleinen Ladens, ihnen geht es damit nämlich an die Existenz. Aber eben, die Grossen helfen den Grossen, die Kleinen zu vernichten, und solange der Profit stimmt ist eh alles in Ordnung. Und wer weiss, viellicht kommt aus dem Ganzen ja doch noch etwas Positives hervor, zum Beispiel ein neuer Handyhüllen-Laden? Das wär doch toll!

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