JUSO kritisiert Vorgehen der Stadtpolizei

Bei der «Refugees Welcome»-Demonstration von gestern Abend griff die Polizei unverhältnismässig ein und verhinderte mit Gummischrot das Auflösen der Versammlung. Während zweieinhalb Stunden wurden die Demonstrierenden, teils verletzt, auf dem Kunsthausplatz festgehalten.

Gestern Abend versammelten sich ca. 300 AktivistInnen auf dem Kunsthausplatz, um für eine andere Migrationspolitik zu protestieren. Vorerst gewährte ihnen die Polizei, zur Universität und wieder zurück zum Kunsthausplatz zu laufen. Wie die JUSO Stadt Zürich weiss, war die Demonstration weitgehend friedlich und nur zum Ende zeigten einige wenige AktivistInnen gewaltbereitschaft. Wie die Stadtpolizei in ihrer Medienmitteilung schreibt, «wurden [die AktivistInnen] mit Lautsprechern […] aufgefordert, die Demonstration zu beenden und den Platz […] zu verlassen […].»

Cyril Hafen, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Zürich und Teilnehmer der Demonstration korrigiert allerdings: «Die Polizei hinderte uns aktiv daran, den Kunsthausplatz zu verlassen und fing an, mit Gummischrot auf die sich auflösende Menge zu schiessen. Damit löste sie Panik aus und einige wurden auch verletzt.» Während zweieinhalb Stunden wurden die restlichen Demonstrierenden auf dem Kunsthausplatz festgehalten und durchsucht, so Hafen.

«Im letzten halben Jahr griff die Polizei immer wieder unverhältnismässig an Kundgebungen und Demonstrationen ein. Diese Gewaltbereitschaft von Seiten der Polizei ist beunruhigend und muss unbedingt öffentlich gemacht werden», sagt  Tiba Ponnuthurai, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

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