Bewilligungsfreie Freiluftpartys – mehr Freiräume!

Seit Anfang Jahr sind die Auflagen der Stadt Zürich für bewilligte Freiluftpartys verschärft worden, obwohl seit der Einführung der «Jugendbewilligung» zu keinen grösseren Ausschreitungen mehr gekommen ist. Die JUSO Stadt Zürich hat schon mehrfach kritisiert, dass in der Stadt Zürich zu wenig Freiräume bestehen. Mit der Verschärfung der Bewilligungsauflagen wird einer der wenigen Freiräume noch zusätzlich beschnitten.

Nachdem die Stadtpolizei vor einem Jahr noch verlauten liess, sie wolle die Bestimmungen nicht verschärfen, hat sie es doch getan (NZZ vom 26.6.15). Neu müssen drei Personen statt einer die Verantwortung übernehmen. Zusätzlich sind sie verpflichtet, eine Infoveranstaltung zu besuchen. Auch die Kostenlosigkeit, an der die Stadtpolizei in ihrer Medienmitteilung vom 2. April 2012 festgehalten hat, wurde über Bord geworfen.

Das Verständnis für die Forderung nach Freiräumen, die eine nicht-kommerzielle Nutzung erlauben, scheint bei den Behörden nicht mehr vorhanden zu sein; anstatt auf das Bedürfnis der StadtzürcherInnen einzugehen und mehr Freiräume zu schaffen, bewirkt man mit diesen Verschärfungen das Gegenteil. «Menschen mit wenig Geld, die sich die Preise, welche mit der ständigen Aufwertung zusätzlich steigen, nicht mehr leisten können, wird die Unterstützung entsagt. Statt nicht-kommerzielle Freiräume zu schaffen, drängt man sie an den Rand der Gesellschaft», sagt Tiba Ponnuthurai, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.
Die JUSO Stadt Zürich fordert:

  • dass Freiluftpartys bewilligungsfrei sind und zusätzlich
  • mehr Freiräume geschaffen werden.

Seit der Einführung der «Jugendbewilligung» wurden jährlich ca. 20 Gesuche bewilligt, was bei Weitem nicht der realen Zahl der jährlich durchgeführten Freiluftpartys entsprechen kann (Lokalinfo vom 25.6.15). Die meisten Menschen ziehen es noch immer vor, keine Bewilligung einzuholen und ihre Party illegal durchzuführen. Wie die NZZ vom 26.6.15 schreibt, «ohne dass es dabei zu Problemen kommt.»

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