Kein PJZ auf städtischem Boden – keine Polizei auf dem Kasernenareal

Heute gab Regierungs- und Stadtrat bekannt, wie die Nutzung des Kasernenareals in Zukunft aussehen soll. Die JUSO Stadt Zürich begrüsst die Erdgeschossnutzungen sowie der zu entstehende Freiraum auf der Kasernenwiese. Da es aber auf dem Güterbahnhof nicht genug Platz hat um die ganze Kantonspolizei im PJZ unterzubringen, soll die Polizeikaserne auf dem Kasernenareal weiterhin von der Polizei genutzt werden. Jacqueline Badran, Nationalrätin der SP Stadt Zürich, unterstützt die Forderung der JUSO Stadt und Kanton Zürich das PJZ Projekt auf städtischem Boden umgehend abzubrechen.

Das Kasernenareal soll das Quartier bereichern und ein frei nutzbarer Freiraum für die ganze Stadt Zürich sein. Die JUSO Stadt Zürich freut sich über die Pläne eines grossen Freiraums auf der Kasernenwiese und über die Nutzung der Zeughäuser für soziale und kulturelle Projekte. Sehr störend bleibt aber, dass die Polizei nicht endgültig vom Areal verschwinden wird. „Bei der Abstimmung über das PJZ war das Versprechen der Regierung, dass alle Polizei vom Kasernenareal abziehen wird. Jetzt bleibt die Polizeikaserne weiterhin von der Polizei genutzt und wird dadurch zu einem Schandfleck auf dem zukünftig belebten Freiraum“, sagt Oliver Heimgartner, Pressesprecher der JUSO Stadt Zürich. Auch, dass nicht einmal eine Erdgeschossnutzung der Polizeikaserne in Betracht gezogen wird, kritisiert die JUSO Stadt Zürich aufs schärfste.

Der JUSO Stadt und Kanton Zürich platzt heute definitiv der Kragen: Das PJZ ist eine Fehlplanung sondergleichen. Das Ziel war es die ganze Polizei in einem Zentrum zu zentralisieren. Die SP hat damals lediglich eine Ja Parole gefasst, aufgrund der Versprechen der Regierung: Ein freies Kasernenareal und freie Gebäude für Wohnungen in denen heute Straf- und Massnahmenvollzug sind. Nun hat sich gezeigt, dass die geplante Zentralisierung aufgrund von Platzproblemen auf dem Güterbahnhof nicht möglich ist. Die JUSO Stadt und Kanton Zürich fordert darum die sofortige Beendung dieses Projektes auf städtischem Areal.

Unterstützung kriegen sie dabei von der Nationalrätin Jacqueline Badran: „Das PJZ-Projekt auf städtischem Boden soll umgehend gestoppt werden, weil es die Versprechungen, die man der Stimmbevölkerung gemacht hat, nicht einhalten kann.“

Wenn ein PJZ, dann in Flughafennähe (Opfikon oder Kloten) und eines, das genug gross ist, um eine Zentralisierung wirklich zu ermöglichen. Dort wäre es auch viel näher vom Flughafengefängnis und die Gefangenentransporte darum logistisch einfacher. „Der Kanton hat für die freiwerdenden Gebäude der Stadt Zürich ein Vorkaufsrecht zu geben, schliesslich hat die Stadt Zürich ja auch den Güterbahnhof dem Kanton zur Verfügung gestellt“, meint Jacqueline Badran.

„In den freiwerdenden Gebäuden von Straf- und Massnahmenvollzug könnten preisgünstige Wohnungen gebaut werden, damit die Stadt Zürich

ihren Drittel preisgünstige Wohnungen endlich erreicht“, meint Oliver Heimgartner, Pressesprecher der JUSO Stadt Zürich.

Weiter wäre das Kasernenareal ideal für ein Projekt der interkulturellen Pädagogik und des interkulturellen Austausches, wie das die JUSO Initiative „Für ein weltoffenes Zürich – Kulturaustausch statt Fremdenfeindlichkeit“ fordert. Es ist unverständlich, dass die Militärkaserne nun vom Bildungszentrum für Erwachsene genutzt werden soll.
„Das Thema Migration ist im heutigen politischen Diskurs nicht mehr wegzudenken, vor allem in der Stadt Zürich. Das Kasernenareal wäre ein idealer Ort um den interkulturelle Austausch zu fördern. Interkultureller Austausch ist dringend nötig zur Bekämpfung der Fremdenfeindlichkeit, die in unserer Gesellschaft fest verankert ist“, meint Oliver Heimgartner, Pressesprecher der JUSO Stadt Zürich.

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