JUSO: Solidarität mit den Besetzern des Koch-Areals!

Gestern Mittwoch wurde im Gemeinderat über das weitere Vorgehen gegen das besetzte Koch-Areal in Zürich Albisrieden beraten. Die JUSO Stadt Zürich stellt sich klar auf die Seite der Besetzer erhofft sich von der Stadt einen toleranten Umgang mit dem Koch.

Das Koch-Areal in Zürich Albisrieden ist eines der letzten besetzten Areale in der Stadt Zürich. Nun sollen wegen Lärmklagen einzelner Anwohner mit dem Koch-Areal Vorlagen beschlossen und diese dann „durchgesetzt“ werden, wie der Tages-Anzeiger im Artikel „Im Koch-Areal soll das Recht einziehen“, berichtet.
Für die JUSO Stadt Zürich ist klar, dass jetzt Solidarität mit den Besetzern gefragt ist. Nach den zahlreichen Räumungen verschiedenster besetzter Areale in den vergangenen Jahren ist das Koch der letzte Ort unkommerziellen Freiraums in der Stadt Zürich.
„Das Koch-Areal ist unentbehrlich für eine vielfältige und unkommerzielle Kulturszene in Zürich. Schon mit den Räumungen der Binz, des Labitzke und des Wolgroth-Areals hat sich die Stadt auf den Weg hin zur kulturellen Verarmung begeben. Die fortschreitende Kommerzialisierung und Aufwertung im Kulturbereich muss sofort aufhören, wenn wir weiterhin in einer lebendigen Stadt leben wollen“, sagt Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.
Die FDP und SVP haben in den letzten Wochen eine regelrechte Hetzkampagne gegen das Koch-Areal geführt. Die Debatte ist dabei rein ideologisch geführt worden und basierte weder auf Fakten noch auf objektiven Tatsachen. „Wie in letzter Zeit in den Medien und den bürgerlichen Kreisen gegen das Koch geschossen wurde, ist peinlich und total daneben. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Stadtrat und die linken Parteien im Gemeinderat nicht einknicken, sondern der Hetzerei einig und klar entgegentreten und das Koch-Areal verteidigen“, findet Moira Pinkus weiter.

JUSO beschliesst Zürich autofrei

An ihrer Vollversammlung hat die JUSO Stadt Zürich ihr nächstes Initiativprojekt zum Thema Zürich autofrei beschlossen. Die Forderung hat auch beim eVoting der JUSO Stadt Zürich über den Sommer am besten abgeschnitten. An einer Kooperation mit den Jungen Grünen für dieses Projekt ist die JUSO Stadt Zürich nach wie vor interessiert.

Über den Sommer hat die JUSO Stadt Zürich ein eVoting mit drei Forderungen ins Internet gestellt, bei dem jede Person in der Stadt Zürich für ein Thema ihre Stimme abgeben konnte. Dabei hat sich die Forderung „Zürich autofrei“ klar gegen die einkommensabhängigen Mieten und die Aufnahme von 50’000 Flüchtlingen durchgesetzt.
An der gestrigen Vollversammlung haben sich nun auch die Mitglieder der JUSO Stadt Zürich für dieses Initiativprojekt entschieden. In nächster Zeit wird dazu eine städtische Initiative ausgearbeitet. An einer Zusammenarbeit mit den Jungen Grünen Zürich ist die JUSO nach wie vor sehr interessiert. Die zwei Jungparteien befinden sich momentan im Gespräch.
„Die Vollversammlung hat die Wichtigkeit eines autofreien Zürichs und die Aktualität des Themas in der Zürcher Bevölkerung bekräftigt und wir freuen uns auf das kommende Projekt. Mit den Jungen Grünen befinden wir uns im Gespräch und sind nach wie vor interessiert an einer Zusammenarbeit für ein autofreies Zürich“, sagt Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

Hier geht’s zum Artikel im 20minuten vom 31.08.16

Autofreies Zürich – mehr als eine Vision

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In der Stadt Zürich verzichtet jeder zweite Haushalt auf ein eigenes Auto1. 75% aller Wege werden ohne das persönliche Auto zurückgelegt1. Rund 52% der Stadtbewohner besitzen sogar ein Abonnement für den Öffentlichen Verkehr1. Bezüglich nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität ist die Stadt Zürich eine der nationalen und globalen Vorreiterinnen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass hier auch Forderungen wie grossflächige Tempo-30-Zonen, günstigerer ÖV und verkehrsberuhigte Quartiere auf viele offene Ohren stossen. Vor einigen Jahren wurde sogar die Städteinitiative von Umverkehr angenommen, mit dem Ziel, den langsamen Verkehr gegenüber dem MIV zu stärken. Die etablierten linken Parteien sind hocherfreut und geben sich mit dieser eindeutigen aber langsamen Entwicklung zufrieden.
Deshalb wollen wir einen Schritt weiter gehen. Im eVoting, welches die JUSO Stadt Zürich erstellt hat, damit jeder und jede Stadtzürcher_in mitentscheiden kann, was unser nächstes Initiativprojekt sein soll, ist eine der drei Forderungen diejenige nach einem Autofreien Zürich. Was die meisten anderen als kindliche Träumereien abtun, sehen wir als Chance für die Limmatstadt. Von einem Zürich ohne Autos profitieren nicht nur Velokuriere und Autolose, sondern die ganze Stadt. Die Vision Zürich Autofrei steht nämlich auf einer soliden argumentantiven Grundlage.

Für uns und die Umwelt

Seit Jahrzehnten warnt die Wissenschaft vor den Konsequenzen der Klimaerwärmung. Da die Mobilität einen grossen Anteil an den globalen Treibhausgasemissionen ausmacht, braucht es auch hier nachhaltige Veränderungen. Eine Verlagerung des individuellen Motorverkehrs in Richtung Langsamverkehr und ÖV bringt dabei grosse Einsparungen beim Energieverbrauch und Schadstoffausstoss. Der Öffentliche Verkehr hat erwiesenermassen einen mehrfach kleineren ökologischen Fussabdruck als das persönliche Auto im Feierabendstau. Da sich
Zudem gehörten Smogglocken über der Stadt der Vergangenheit an. Überschreiten wir heute noch mehrmals jährlich die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdiooxid, dürfte dies in einem autofreien Zürich kein Problem mehr darstellen. Unsere Lungen und diejenigen unserer Kinder werden danken.

Platz für über 600 Fussballfelder

Mit dem Verbannen von Autos aus der Stadt Zürich würden wir extrem viel Platz gewinnen. In der Stadt gibt es rund 260‘000 Parkplätze, davon 50‘000 in öffentlicher Hand. Sollten diese nicht mehr durch herumstehende Fahrzeuge blockiert werden, könnten sie anderweitig benützt werden. In den Quartieren gäbe es Flächen für neue Grünflächen und Begegnungszonen, Cafés und Restaurants hätten die Möglichkeit, Tische und Stühle hinauszustellen, für Fussgänger, Velofahrer und den ÖV entstünden neue Räume. Auch wo jetzt mehrspurige Strassen die Stadt durchschneiden, ist Potenzial vorhanden. Ein Central mit Bäumen und Bänken statt brummenden Blechkisten wäre allen lieber. Die Westtangente als Quartierstrasse mit Tram und Flaniermeile böte dem Quartier einen enormen Mehrwert. Der Hauptbahnhof mit einem riesigen Platz rundherum, genial für Fussgänger und Velofahrer, Touristen und Pendler, könnte ein Leuchtturm nachhaltiger Stadtplanung darstellen. Insgesamt nimmt die Fläche für den Verkehr rund ein Viertel der städtischen Siedlungsfläche ein. Ein Traum, was wir allein mit einem Bruchteil dieses Raumes zusammen verwirklichen könnten.

Weniger Unfälle

Zwischen Fussgängern, Velofahrern und Automobilisten herrscht in Zürich ein zwiespältiges Verhältnis. Für Velofahrer, bei welchen die Stadt seit immer schon anderen europäischen Städten hinterher hinkt, sowie Fussgänger stellen die Autos eine grosse Gefahrenquelle dar. Jährlich sind rund 1300 Unfälle mit Verletzten und Todesopfern dem MIV zuzuschreiben, weit mehr als dem ÖV. In einem Autofreien Zürich hätten nichtmotorisierte die Monster auf Rädern nicht zu fürchten. Es gäbe weniger Gehupe und Geschrei auf den Strassen und viele Verletzungen und sogar Todesopfer könnten verhindert werden.

Klar Ausnahmen

Für alle die jetzt bereits mit Einwänden kommen: Selbstverständlich wird es für das Gewerbe, für Rettungsdienste, Carsharing, unvermeidbare Transporte und andere, Ausnahmeregelungen geben müssen. Schlussendlich werden wir eine Lösung finden, die alle glücklich machen kann.
Das wichtige ist, dass wir uns bewusst machen, wie viel Lebensqualität die Menschen der Stadt Zürich dazugewinnen können. Von einem Autofreien Zürich profitieren alle, von jung bis alt, vom Seefeld nach Schwammendingen.

1 Mikrozensus Verkehr und Mobilität 2010, Bundesamt für Statistik und Raumentwicklung
2 Unfallstatistik der Stadt Zürich 2008-2010

50’000 Flüchtlinge aufnehmen!

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Zürich ist die wohl ländlichste Grosstadt Europas. Auf grosszügigen knapp 100 Quadratkilometern bietet sie nicht mal 400’000 Einwohner ein Zuhause. Nicht nur ist die grösste Stadt der Schweiz sehr spärlich besiedelt, sie ist auch eine der reichsten Städte der Welt. Hier in Zürich gibt es selten Gedränge, selten überfüllte Strassen und auch selten Armut.

In unserem Online-Voting geben wir der Öffentlichkeit die Möglichkeit auszuwählen, welches unsere nächste Volksinitiative in der Stadt Zürich sein wird. Eine dieser Möglichkeiten wäre die Aufnahme von 50’000 Flüchtenden in der Stadt Zürich. Zürich, die grösste und multikulturellste Stadt der Schweiz, ist gut in der Lage 50’000 weiteren Menschen ein Zuhause zu bieten.

Das Bruttoinlandprodukt pro Person im Kanton Zürich ist, laut BfS, das zweithöchste der ganzen Schweiz. Geld gibts also reichlich. Bebaubare Flächen, Häuser, die nur der Beherbergung von Hedgefonds und Privatbanken dienen und gar komplett leerstehende Häuser gibt es zuhauf. Auch wirtschaftlich gesehen ist die Aufnahme von Flüchtlingen sinnvoll. Krieg macht alle Bevölkerungsschichten zu Flüchtenden, auch die Fachkräfte, die der Schweiz so dringend fehlen. Welchen Unterschied würden also 50 Tausend weitere zukünftige Zürcher machen?

Flüchtlinge würden die Stadt auch kulturell bereichern und für ein lebendigeres Zürich sorgen. Seit jeher sorgen Migranten dafür, dass das kulturelle Leben in der Stadt so lebhaft und spannend ist wie es heute ist. Von Theater über Restaurants bis zu Kulturzentren, die Aufnahme von Flüchtenden wird sich belebend auswirken und Gentrifizierung abdämpfen.

Dies ist nicht um zu sagen dass es ein Kinderspiel wird 50’000 Flüchtende in Zürich unterzubringen. Im Gegenteil, viele Investitionen werden gemacht werden müssen. Neue Wohnungen müssen gebaut werden, neue Arbeitsplätze geschaffen werden und weitgehende Integrations- und Kulturaustauschprogramme lanciert werden. Doch dies müssen wir aus rein menschlichen Gründen tun. Die Verzweiflung und der Tod der diese Menschen zum tückischen Weg über das Mittelmeer zu uns verleitet hat, ist wohl unbeschreiblich. Wir dürfen diesem Elend nicht tatenlos zuschauen! Wenn wir etwas tun können um diesen Menschen zu helfen, ist es unsere moralische Pflicht dies auch zu tun!

– von Cyril Hafen, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Zürich

Online Voting zur Bestimmung von nächster JUSO-Initiative

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Die JUSO Stadt Zürich hat heute ein Online-Voting aufgeschaltet. Ob die nächste Initiative die Aufnahme von 50’000 Flüchtlingen, eine autofreie Innenstadt oder einkommensabhängige Mieten fordert, kann jede und jeder online mitbestimmen.

An der Jahresdelegiertenversammlung der SP Stadt Zürich wurde die JUSO-Resolution für eine mutige Politik in der Stadt Zürich abgelehnt. Noch am gleichen Abend hat die JUSO angekündigt, in diesem Falle halt selber eine Initiative zu lancieren. «Es ist schade, dass SP, Grüne und AL nicht visionärere Projekte umsetzen. Nun ist es an uns, den Jungen, mutig voranzuschreiten», sagt Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

An der letzen Vollversammlung der JUSO Stadt Zürich wurde beschlossen drei der acht Forderungen der Resolution in einem Online-Voting zur Wahl zu stellen: Die Forderung, die den Abstimmenden am wichtigsten erscheint, wird von der JUSO lanciert.

Mutlose SP – JUSO-Initiative für eine visionäre Stadt Zürich

An der gestrigen Jahresdelegiertenversammlung der SP Stadt Zürich hat die JUSO Stadt Zürich die Lancierung einer neuen städtischen Initiative angekündigt. Auslöser dafür ist der fehlende Mut in der SP, selbst konsequente und visionäre Forderungen zu stellen. Die JUSO hingegen hat eine klare Vision für ein besseres Zürich.

An der gestrigen Jahresversammlung wurde die Resolution „Erobern wir Zürich zurück“ von der Geschäftsleitung und den Delegierten der SP Stadt Zürich abgelehnt. Als Reaktion darauf stellt die JUSO nun eine eigene Initiative in Aussicht. „Wir leben in Zürich, einer Stadt, die so viel linkes Potential hat. Leider nutzt gerade die SP ihren Rückhalt in der Bevölkerung nicht, um die wichtigen und brisanten Fragen zu stellen. Deshalb wird die JUSO Stadt Zürich im frühen Herbst eine eigene Initiative lancieren. Die Linke muss wieder aktiver und mutiger werden. Die SP ist es zu wenig, deshalb muss es die JUSO umso mehr sein“, findet Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

JUSO bezeichnet Nagelhaus als „Crime Scene“

Heute Donnerstag um 12:00 gehen die Nagelhäuser in den Besitz des Kantons Zürich über. Im Juli werden sie abgerissen und mit einer Zufahrtsstrasse ersetzt. Die JUSO Stadt Zürich verurteilt diesen Entscheid aufs Schärfste und hat mit einer Aktion vor Ort die Nagelhäuser mit „Crime Scene“-Band abgesperrt, um so auf die Folgen der Gentrifizierung aufmerksam zu machen.

Als Zeichen der Solidarität für die Nagelhäuser und gegen die Gentrifizierung hat die JUSO Stadt Zürich heute die Nagelhäuser mit „Crime Scene“-Band abgesperrt. Damit will sie auf die verheeren Folgen der Gentrifizierung für die Bewohner der Stadt Zürich aufmerksam machen. „Gentrifizierung und Aufwertung sind ein riesiges Problem in der Stadt Zürich. Die Nagelhäuser zeigen die Folgen des Gentrifizierungswahns genau auf: zahlbarer Wohnraum wird vernichtet und mit Luxusbauten ersetzt, die sich niemand leisten kann. Die Menschen werden in die Peripherie verdrängt, während die Bürogebäude und Luxuswohnungen leer stehen. Zürich West ist ein totes Quartier“, findet Moira Pinkus, Präsidentin der JUSO Stadt Zürich.

Auch Ursula Näf, SP-Gemeinderätin aus der Stadt Zürich, findet deutliche Worte zur Aufwertung in der Stadt Zürich und sieht den Abriss der Nagelhäuser als grossen Verlust: „Gentrifizierung verdrängt Menschen aus ihrem Lebensraum, lässt leblose Quartiere zurück und unterwirft die Stadt der Profitlogik. Die Nagelhäuser bedeuten Widerstand gegen diese Entwicklung.“

Bereits Anfang Woche hat die JUSO Stadt Zürich einen offenen Brief an den Polizeivorsteher Richard Wolff geschickt. Darin forderte die JUSO Wolff dazu auf, bei allfälligem Widerstand seitens der Bewohner oder der Bevölkerung keinen Polizeieinsatz anzuordnen.

Auch vor zwei Jahren, als entschieden wurde, dass die Nagelhäuser abgerissen werden sollen, hatte die JUSO Stadt Zürich ihre Solidarität mit einer Aktion kundgetan und den Abriss des Mobimo-Towers „Renaissance“ gefordert.